Donnerstag, 14. November 2013

Wochendausflug

Um mal den Blog mal wieder der Realität anzupassen, fasse ich jetzt mal großzügig zusammen :-P

Denn letzte Woche ist nicht wirklich viel passiert, also komme ich gleich mal zum Wesentlichen...dem Wochenende.

Freitag.....ähhh ja da haben wir auch nichts wirklich spannendes gemacht ^^

Am Samstag haben wir uns auch einen etwas chilligeren Abend gemacht Philipp ist zwar mit den Österreichern in einen Club gegangen, aber der Rest von uns ist zu Hause geblieben.

Allerdings haben Fabi und ich ein paar Runden Beer-Pong gespielt. Für die, die es nicht kennen:

Man wirft einfach einen Tischtennisball auf die Becher des Gegners. Wir einer versenkt, so muss der Gegner den Becher mit dem Inhalt austrinken.

Auf diesem Bild sieht es ziemlich gut für mich aus.....4:1 Becher für mich, tja dumm nur wenn man den letzten nicht mehr trifft -.- Denn Fabi hat das Spiel am Ende noch gewonnen

Wir haben an dem Abend deshalb nicht so viel gemacht, da wir am nächsten Tag einen kleinen Ausflug gemacht haben.

Wir sind ein Stückchen den Norden rauf gefahren, wo wir uns einen Berg angeschaut haben. Dort sind wir dann durch einen Dschungel gelaufen.

Was besonders auffiel, war das hier sehr viel Bäume einfach am Fels wuchsen und sie extrem lange Wurzeln haben. Sieht irgendwie sehr unnatürlich aus ^^

Man muss teilweise ganz schön aufpassen, da überall gefährliche Spinnen hängen können, so wie diese monströse Teil, die ca. so groß wie meine Hand ist. Zwar haben wir hauptsächlich nur sehr kleine Spinnen gesehen, die so groß wie bei uns daheim sind, aber trotzdem sieht man immer mal wieder in solchen Gegenden auch größere Spinnen.


Hier sieht man einmal wie lang teilweise die Wurzeln von solchen Bäumen sind...und wie dick die vorallem sein können.

Wir sind dann durch eine Felsspalte gelaufen. Das tolle an diesen Spalten ist, das es dort ein ganzes Stück kühler ist, als im Wald. Denn im Wald herrscht extrem hohe Luftfeuchtigkeit, was einen ganz schön ins Schwitzen bringen kann

Schon komisch das sich der Fels hier einfach spaltet wie Moses das Meer.

Auf unseren Weg durch den Urwald haben wir immer wieder kleine Echsen gesehen. Teilweise waren diese gar nicht so scheu wie man meinen könnte.

Wenn sich die kleinen Echsen nicht bewegt hätten, hätten wir sie wahrscheinlich gar nicht bemerkt, das sie auf den braunen Stamm fast nicht zu erkennen sind wenn man dran vorbei läuft.

Die Vegetation dort ist echt beeindruckend. Sie kann man mit deutschen Wäldern überhaupt nicht vergleichen. Während in Deutschland fast nur Bäume im Wald stehen, sind hier allerlei Pflanzen vorhanden.

Und wie man hier eindrucksvoll an Jans Arm erkennen kann, sind die Blätter dieser Pflanzen echt riesig.

Hier ist ein Bild vom Dschungel durch den wir gelaufen sind. Wir wären ja gerne noch weiter gelaufen, aber irgendwann wurden die Mosquitoangriffe so übel, das wir umkehren mussten. Die Mädels wurden richtig stark angegriffen, aber auch vor uns machten sie keinen Halt. Die waren schon echt ziemlich nervig die kleinen Drecksviecher.

Wir sind dann umgedreht und auf eine Aussichtsplattform hochgelaufen. War wohl die clevere Entscheidung



Als nächstes wollten wir zu den Schlammvulkanen fahren. Fabian war zwar schon mal dort, als wir in China waren, aber der Rest hat sie ja logischerweise noch nicht gesehen.

Auf halben Weg sind wir dann an dem Hahnenkammberg vorbei gekommen. Und irgendjemand hatte die klasse Idee das wir mal dort hochlaufen könnten -.-

Also liefen wir die Stufen hoch....und hoch....und weiter hoch. Irgendwann hörten dann die befestigten Stufen auf und es ging rechts hoch mit morschen Holzstufen, die in die Erde eingelassen worden waren. Dazu kam das sie teilweise total zugewuchert waren und sich der Weg irgendwann in Fels verwandelte, denn man mit Hilfe eines Seils hochkrachseln konnte.

Als wir dann endlich oben waren hatten wir allerdings eine geile Aussicht auf die Umgebung.

Wir waren hier am ziemlich höchsten Punkt des Berges und es ging auch ziemlich steil bergab.

Schade war nur, das an dem Tag ein Dunst über dem Gebiet lag, sonst hätten wir wohl kilometerweit schauen können.

Jaja...jetzt könnt ihr Lachen, aber auf dem Weg nach oben sahen eure Gesichter etwas anders aus ;-)

Aber der Aufstieg war ja nur der halbe Weg und das letzte Teilstück wieder runter zu müssen, war nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Auf den Weg nach unten habe ich mir mal die Mühe gemacht die Stufen zu zählen....und es kamen die Zahl 835 raus. Man kann also sagen das es schon ein Stück war bis wir oben waren ^^

Die Juliana war clever...die ist erst gar nicht mit hoch gelaufen ^^

Naja auf dem Weg zu den Schlammvulkanen haben wir noch mal kurz pausiert, da am Straßenrand coole Felsformationen aufgetaucht sind


Ja ja ich weiß war ihr denkt....der redet die ganze Zeit von diesen Schlammvulkanen....kommen die heute auch nochmal oder halten die noch 10mal irgendwo an

Und hier sind sie auch schon....

Ok...der hier ist nicht so spektakulär... da blubberts einfach ein bisschen aus dem Boden. Ist eher so ein Schlammwhirlpool wo sich so Komischwildschweine oder der Gleichen reinsetzen ^^

Aber an einem anderen Ort an diesem Berg waren dann die richtigen Schlamm-Vulkane, die den Namen Vulkan auch verdienen.

Dort türmte sich der Schlamm nämlich zu einem richtigen Vulkan auf und der erzeugte auch eine Art Lava.....wird nannten sie "Schlava"

Und diese Schlava bewegte sich auch noch genauso wie Lava.....des sah wirklich cool aus. Und aus dem Inneren des Vulkans kamen immer wieder größere "Ausbrüche"


 Für die Hintergrundgeräusche bin ich aber nicht verantwortlich und entziehe mich hier der Verantwortung für die Kommentare meiner Begleiter ^^

Am Abend trafen wir uns dann alle im Aufenthaltsraum um gemeinsam mit ein paar Taiwanern zu Essen und anschließend weiter in einen Club zu ziehen.

Zwar war Sonntag, aber da mussten wir einmal eine Ausnahme machen. Denn unser Küken hatte am Montag Geburtstag. Sophia wünschte sich ins Sway zu gehen, einen Club in dem wir bis jetzt noch nicht waren.

Als wir ankamen hat sich die Zahl der Gäste gleich einmal verdoppelt ^^

Im ganzen Club waren vielleicht 10 Leute. Scheinbar gehen die Leute hier am Sonntag nicht so gern feiern ^^

 Aber Spaß ist was du draus machst....also wer braucht den schon die anderen ;-)


So gabe es wenigstens noch genug frei Sitzplätze ^^

Als Fabi und ich dann auf die komplett leere Tanzfläche sind um eine heiße Sohle aufs Parkett hin zu legen hat es nur so 2 min gedauert bis der komplette Club auf der Tanzfläche stand.

Ja ok...es waren nur 20 Leute oder so....aber des werte ich trotzdem als Erfolg :-P Fabi....wir habens drauf ;-)

Hat eine Weile gedauert bis ich das Bild machen konnte, da ständig jemand vors Bild gelaufen ist....immer diese überfüllten Clubs :-P



Mittwoch, 13. November 2013

Klein Patrick in Kaohsiung

Wie manche eventuell wissen, hat mich mein kleiner Bruder Patrick in Kaohsiung besucht. Er flog am 20.10. in Frankfurt los und landete hier am 21.10.13 um ca. 8 Uhr. Und flog am 2.11.13 wieder zurück nach Deutschland.

Da der Flughafen ein bisschen weiter von der Uni bzw. unserem Zuhause entfernt ist, bin ich um 7 Uhr mit der MRT losgefahren. Dort angekommen machte ich mich gleich zum Domestic-Terminal, da es sich ja um einen Inlandflug handelte. Denn er flog über Taipei nach Kaohsiung. Doch als ich in der Lobby stand, wo man auf die Fluggäste wartet, fiel mir auf das der Flug nicht an der Anzeigetafel aufgeführt war. Und außerdem sah sie ganz anders aus, als die, in der wir angekommen sind. -.-

Als schnell rüber zum International-Terminal laufen, da er wohl da ankommt. Tja...und so war es dann auch.

Das sind Bilder von der Anzeigetafel in der Lobby vom International-Terminal. Wie man gut sehen kann sind dort nur Flüge von außerhalb Taiwans aufgeführt.....alle bis auf einen. Taoyuan ist der Name vom Flughafen in Taipei.

Ich sag nur: Finde den Fehler -.-

Naja...ging ja zum Glück alles gut und reibungslos über die Bühne.

Als wir aus der MRT ausstiegen, meinte er nur, das ihm ziemlich heiß sei. Was ziemlich witzig war, da es an diesem Tag ziemlich kühl im Vergleich zu sonst war.

Den ersten Tag machten wir nicht viel da ich später noch Uni hatte.

Am darauf folgenden Tag hatten wir die Idee zu Grillen. Die Frage war nur: Warum sind wir da nicht schon früher drauf gekommen. Wir setzten uns also aufs Dach vom Wohnheim, haben zwei Grill gekauft und los gings.

Und es war richtig lecker. Und das coolste in Taiwan ist, dass das gute Fleisch hier relativ billig ist, da die Asiaten ja eher Knorpelfleisch, Sehnen und Fett bevorzugen.

Hier ein Bild das ich in der Mall bei uns gleich um die Ecke aufgenommen haben. Süß wie er mit den Kinderbaseballschläger so da steht ^^


Am Donnerstag sind wir beide dann zusammen nach Qijing gefahren....eine kleine Insel die direkt vor Kaohsiung liegt. Eigentlich ist der Begriff Insel etwas falsch, da sie quasi nur von einem 200m breiten Kanal vom Festland getrennt ist, denn mein Bruder wollte unbedingt mal ans Meer.

Die anderen konnten uns leider nicht begleiten, da sie nach Penghu (eine Insel an der Westküste) geflogen sind.

Da Qijing, das ja direkt am Meer liegt, für seine Meeresfrüchte und Fische bekannt ist, haben wir natürlich auch etwas derartiges dort gegessen.

So...und wie isst man jetzt einen Fisch mit Stäbchen?! ^^

Ihr hättet mal die Leute an den anderen Tischen sehen sollen. Die haben sich köstlich amüsiert, als sie Patrick beim Essen, bzw. dem Versuch zu Essen, zugeschaut haben. Ein Spaß für die ganze Familie ;-)

Nachdem wir im Meer waren, das immer noch ziemlich warm war und in den Wellen rumgetobt sind, hatte ich die Idee noch nach Gushan zufahren. Das ist ein Berg der nur wenige hundert Meter von Qijing entfernt liegt und auf denen freilebende Affen gibt.

Und da er unbedingt auch mal den Dschungel sehen wollte, hat das perfekt gepasst. Allerdings hat es etwas gedauert bis ich die richtige Straße gefunden habe, da viele Straßen durch das Militär an dem Berg gesperrt sind.


Ist schon irgendwie witzig, wenn Tiere, die man normal nur aus dem Zoo kennt, auf einmal ganz nah an einem vorbei laufen. Und sie waren ja nicht mal schreckhaft, da sie an den Menschen gewohnt sind.

Manche schämen sich auch für nix ^^ Streckt der einfach sein Glied in die Kamera

An dem Berg gab es dann einen Weg, der mitten durch den Dschungel führte. Dort sind recht viele Leute gelaufen, aber nach Touristenattraktion sah das nicht aus. Wir haben nämlich nur Asiaten gesehen.


Etwas schade war es, das ich ihm keine riesige Spinne zeigen konnte, da die wohl öfters mal im Wald zu sehen sind. Auch andere Tiere hatten irgendwie keinen Bock sich zu zeigen. 

Naja wenigstens die Affen haben wir gesehen. Des war auch schon ein Highlight

Aus den Dschungel heraus hatte man an manchen Stellen einen herrlichen Blick auf Kaohsiung. Leider gab es etwas Smog, wie man vllt auf dem Bild erkennen kann.

Das Witzige an Affen ist ja, das sie dem Menschen in gewisser Weise so ähnlich sind. Welches andere Tier würde sich so auf die Bank setzen, als würde es gleich etwas dort essen?!

Aber sie anzulangen, hab ich mich dann doch nicht getraut. Man weiß ja nie wie sie reagieren oder ob sie Krankheiten haben. Außerdem ist das ja eh verboten.

Als es dann Wochenende war, wollte mein Bruder unbedingt mal einen asiatischen Club sehen. Und warum auch nicht. Wir waren zwar nur zu zweit, aber was solls. Da ich gehört hatte, das der Club "Muse" ziemlich cool sein soll und ich dort noch nie drin war, beschlossen wir mal vorbei zu schauen.

So let´s go to the party!


Am Anfang sah es so aus als ob wir zwei die einzigen Nichtasiaten bleiben würden. Aber dann kam doch noch eine ganze Schar Europäer hereingeschneit.

Wie das eigentlich in Clubs hier immer so ist, lernt man ziemlich schnell neue Leute kennen, als Europäer. Keine Ahnung wie, aber irgendwie erkennen die immer sofort, das wir nicht von hier sind ;-)

Hinter der Bar stand ein witziger Typ der scheinbar eine Wette verloren hatte. Jedes Mal wenn er kurz verschwand, hatte er noch mehr Luftballons auf dem Kopf als vorher.


Und der DJ sah aus wie der asiatische Lil John und der war auch echt cool drauf. Ich hab aber ehrlich gesagt auch noch keinen Asiaten getroffen der nicht übelst freundlich war.


Irgendwann leerte sich dann der Club, aber aus unerfindlichen Gründen (siehe Patricks linke Hand),
bekamen wir beide das gar nicht mit. Und irgendwann standen nur noch wir beide, 4-5 Asiaten und das Personal im Club ^^

Wir unterhielten uns dann noch kurz mit einem Security und sind dann mit einem Taxi heimgefahren.

Der nächste Tag war ziemlich fürn Arsch...da wir ihn fast komplett verpennt haben.

Am Sonntag waren wir dann auch mal auf einem Nachtmarkt. Der hat Patrick aber nicht sonderlich zugesagt ^^

Am Montag kamen dann die anderen wieder aus Penghu zurück. Montag und Dienstag konnten wir zwecks Unterricht meinerseits nicht viel machen. Fabian und Markus haben dann Patrick mit zu einer Mall genommen, die auch gleichzeitig ein Vergnügungspark war.

Ich konnte leider nicht mit, da ich ein Vorstelleungsgespräch hatte, das sich aber im Endeffekt gelohnt hat ;-)

Am Mittwoch war dann Halloween-Party im Muse, zu der wir dann auch mit der Penghutrupppe hin sind, da sie ja auch noch nie im Muse waren. Cool war das uns der Securtiy-Guy vom Wochenende gleich erkannt hat und wir gar nicht erst die Ausweise zeigen mussten. Tja...das nenne ich mal Wiedererkennungswert ;-)

Dort war der ganze Club umdekoriert worden und alle Mitarbeiter hatten Halloweenkostüme an, des sah echt klasse aus.

Highlight des Abends waren die Gogo-Tänzerinnen die an Stangen getanzt haben ;-)

Witzig ist auch, das man als Europäer extrem beliebt bei den Asiaten ist. Ständig wird man angesprochen, sobald man sich einmal ein bisschen von dem "Rudel" entfernt, da man aufs Klo oder an die Bar muss.

Ich wollte eigentlich nur ein Bild mit der Sophia auf der Tanzfläche machen.....aber seht selbst

Tja....was will man machen ^^ Mehr als den Bart wachsen lassen, kann ich leider auch nicht tun :-P

Was soll ich sagen...es war ein wilder Abend der so manchen an seine Grenzen führte. Sorry Fabi, das ich des Bild reinstelle, aber des ist einfach nur so witzig....du wirst es verstehen ;-)
Solche Spontanfotos sind einfach nur extrem lustig anzuschauen ^^

Als wir heimkamen, ging gerade die Sonne auf....ist auch mal schon zu sehen, da ich ja sonst nicht um 6 Uhr wach bin :-D

Am Donnerstag wollten wir dann Paintball spielen, da wir Patrick noch etwas bieten wollten, bevor er wieder abreist. Doch leider waren wir etwas spät dran. Also gingen wir 200 m weiter zu einer Kartbahn, die hatte zum Glück noch offen.
Das Besondere an der Kartbahn war, das sie eine Outdoorkartbahn mit geteerter Strecke war. Außerdem war sie ziemlich breit, sodass man ziemlich gut überholen konnte. Und preiswet war es auch. War echt richtig geil.

Am Freitag war es dann soweit. What? What time is it?! It´s war time ;-)

Auf einem Outdoorpark mit Fäsern und Mauerstücken als Deckung konnte man dort in Kriegskleidung gegen einander Paintball zocken. Was in Deutschland verboten ist, ist hier wohl ganz normal.


Resultat war nach 1,5h....jede Menge Spaß, komplett durchnässte Klamotten und den ein oder anderen blauen Fleck am Körper ;-)

Danach war es dann auch schon so weit Lebewohl zu Kaohsiung zu sagen....zumindestens für meinen Bruder, denn sein Flieger ging in ein paar Stunden.

Es waren auf jedenfall zwei coole Wochen, in denen ich allerdings gern etwas mehr Zeit für meinen Bruder gehabt hätte, da ich wegen Präsentationen und Vorstellungsgesprächen manchmal sehr beschäftigt war und ich ihn dann irgendwie beschäftigen musste.

Vielen Dank das du mich besucht hast Pat ;-)

Donnerstag, 7. November 2013

Beijing Tag 5 - 7

Da wir an den letzten beiden Tagen nicht mehr so viel gemacht haben, nehm ich mir einfach mal die Frechheit herraus, diese zusammen zufassen.

Am Donnerstag schliefen wir mal wieder etwas länger, wer kann es uns auch verdenken, nach so einem anstrengenden Tag ;-)

An diesem Tag stand der neue und der alte Sommerpalast auf dem Programm. Ich muss allerdings zugeben, dass ich schon etwas genervt war vom Sightseeing. Ich bin wohl kein Endlostourist ^^

Zuerst besuchten wir den neuen Sommerpalast der auf einem sehr großen Gelände stand. Kaum waren wir durch den Eingang gelaufen, schon wollten uns die ersten Verkäufer so komische Spielzeugbärte verkaufen. Das zog sich dann den ganzen Palast so durch. Komischerweise verkaufen die Leute zwar an jeder Sehenswürdigkeit andere Sachen, doch pro Sehenswürdigkeit immer die selben. Was man ja nicht gerade als clever erachten könnte, da sie sich gegenseitig die Kunden wegnehmen.

Wir liefen dann über eine Brücke von wo aus ich diese Bild gemacht habe. Dort unten sind lauter kleine Läden, die im "Venedigstyle" am Wasser gebaut waren. Allerdings sah das Wasser ziemlich versifft aus.


Da man allerdings extra dafür zahlen musste, um dort unten vorbei zu laufen, haben wir es gelassen.


Und das ist das schmucke Stück. Ladies und Gentlemen, darf ich vorstellen......der neue Sommerpalast. Wenn man etwas näher hingeht, schaut er allerdings nicht mehr soooo neu aus ^^

Als wir von unten anfingen hochzulaufen sah es erst gar nicht so hoch aus, aber mit der Zeit merkte man schon, dass der Sommerpalast wohl doch etwas größer ist, als ich angenommen hatte.

Als wir dann oben angekommen waren, hatten wir eine tolle Aussicht auf den See der hinter dem Tempel lag.

Wir sind dann auf der anderen Seite des Hügels wieder abgestiegen und Richtung See gelaufen. Als wir dann unten angekommen waren, fiel uns auf das es wohl eine Weile dauern würde, zu Fuß um den See zu laufen, da dieser wirklich recht groß war. Nachdem wir noch schnell ein Bild mit zwei Chinesen gemacht haben, die uns darum gebeten hatten....da kann man sich schon mal geehrt fühlen, denn Deutsche gibt es in Beijing (wie bereits mehrfach erwähnt) wie Sand am Meer ;-).... sind wir mit einer Drachenbootfähre zur anderen Seite des See geschippert.

Vom boot aus habe ich dann ein Foto von der Rückseite des neuen Sommerpalastes gemacht. Und von dieser Seite schaut er wesentlich eindrucksvoller aus.

Unser nächtes Ziel war die Fake-Rubber-Duck, die ebenfalls an diesem See vor Anker lag. Denn unser Küken Sophia, war die Einzige, die die echte Rubber-Duck noch nicht gesehen hatte. Und wie es halt oft so ist mit Imitaten, sie sehen scheiße aus. Aber die Chinesen haben sich auch nicht wirklich viel Mühe gegeben, es nicht als Fake aussehen zu lassen ^^

Man sah überalle die Nähte und so richtig rund, wie das Original wirkte sie auch nicht. Sie könnte nicht mal der Sophia ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.... wozu ist sie denn überhaupt gut, wenn sie nicht mal das kann.

Danach gingen wir zum alten Sommerpalast. Dieser war in einer großen Parkanlage, die unzählige Seen und Flussläufe hatte. Man könnte auch sagen, das man von einer kleinen Insel zur nächsten gelaufen ist. Auf jedenfall musste man für ca. 100 m Luftline erstmal 300 m laufen, da meistens keine Brücke in der Nähe war. Ich habe von den ganzen Tempelanlagen keine Fotos gemacht. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum......Bilder sind doch klasse und Bilder sagen doch mehr als 1000 Worte! In diesem Fall hätte das Bild das ich hätte machen können genau ein Wort gesagt:
WIESE!
Die alten Tempelanlagen standen nämlich gar nicht mehr. Am Weg stand einfach ein Schild "Hier stand mal der Tempel X" Und eine kleine Geschichte dazu. Also voll der Reinfall.

Wie heißt es so schön: Ente gut, alles gut. Aber da die Ente schon scheiße war, hätten wir es eigentlich wissen müssen ^^

Das Ende vom Lied war, das es dunkel wurde und wir am anderen Ende des Parks standen, der glorreicherweise auch nicht beleuchtet wurde. Also sind wir 4 ziellos und im Dunkelen in dem Park rumgeirrt. Dazu kam, das Philipps Kompass auf dem Iphone eine Macke hatte. Das wussten wir leider nur nicht und sind in die völlig falsche Richtung gelaufen. Und leider konnte man ja auch nicht einfach gerade aus laufen, da man immer erst die Brücken finden musste. Naja.....irgendwann haben wir es dann doch noch lebend aus dem Park geschafft.

Da uns die Beijinger FH-Leute von einem coolen Nachtmarkt erzählt hatten, wollten wir dort noch zu Abend essen. Also ab zur nächsten U-Bahn und los gings.

Dort angekommen sahen wir, das der Nachtmarkt wohl wirklich ziemlich beliebt sein muss. Es war zwar nur ein relativ enge Gasse mit Ständen, aber dafür war es dort extrem überfüllt. Quasi wie Gambacher Weinfest zu seinen früheren Zeiten ;-)

Dort gab es teilweise wirklich exotisches Essen.

Die Scorpione auf den Spießen haben noch gezappelt und wurden lebendig aufgespießt. Allerdings waren diese nicht giftig. Der man im Hintergrund hat nämlich einfach in eine Schale mit den Tierchen gelangt.

Die Herrschaften auf dem Spieß sind dann nach einer Bestellung noch mal für ein paar Sekunden in einer Friteuse baden gegangen, dann kam noch etwas Gewürz drauf und schon waren sie servierfertig

Und so schaut das dann fertig aus:

Die haben wirklich nicht schlecht geschmeckt, hätte ich nicht gedacht ;-)

Allerdings waren sie ziemlich teuer, dafür das so wenig dran war. 3 Scorpione haben 3 € gekostet. Also satt wird man davon nicht ^^

Es gab auch noch Seepferdchen, Seesterne, Hunderfüßer und richtig große Scorpione zum Essen auf dem Markt. Die haben wir aber nicht probiert.

Nach dem Nachtmarkt sind wir dann noch in ein Restaurant gegangen, indem der Sophia ihre Bestellung eiskalt ignoriert wurde. Aber da das Essen dort richtig eklig war, sind wir alle noch mal zu einem Straßenstand weiter gezogen. Dort gab es dann kleine Hühnchen auf dem Spieß. Ob das jetzt Hühnerküken waren oder Wachteln...ich kanns nicht sagen. Sie waren jedenfalls komisch zu essen. Denn man hat die Knochen einfach mitgegessen, da sie so klein waren.

Naja...jedem das Seine, mir haben sie nicht geschmeckt.

Am Freitag hatten wir nichts spezielles geplant. Ich hatte vor mich etwas in der Stadt umzusehen und eventuell etwas zu kaufen, da ich dachte....Hey China, da kann man schön billig Zeug einkaufen, dass in Deutschland bestimmt das Doppelte kostet. Ja ja von wegen.... in der Mall in der wir waren, in der fast ausschließlich westliche Läden waren, hat man sogar mehr bezahlt wie in Deutschland. Die Laufschuhe von Adidas die ich in Taiwan gekauft habe, kosteten dort 18 € mehr als in Kaohsiung.

Und an diesem Tag hatten wir auch endlich mal die Ehre, den weltbekannten Smog von Beijing live mit zu erleben. Uns wurde zwar schon ein paar mal vom Smog erzählt, doch bis Freitag hatten wir wohl ziemliches Glück.

An diesem Tag war der Himmel wolkenlos. Aber die Sonne konnte man trotzdem nicht wirklich gut sehen. Es hat auch Vorteile...mal von der extrem dicken und sticken Luft abgesehen, die wohl hochgradig giftig ist. Man kann direkt in die Sonne schauen, ohne zu erblinden ^^

Ich möchte euch mal die Dimensionen von Beijing etwas näher bringen. Das hier ist der MRT-Plan von Kaohsiung, einer 1,5 Mio. Einwohner-Stadt. Um die Rosa-Linie einmal von Gangshan South - Siaogang zu fahren, braucht man wohl ca. 1 h.
 Hier ist der U-Bahn-Plan von Beijing. Und die Stationen sind ca. genauso weit auseinander wie in Kaohsiung. Wie man an der Legenden links oben sehen kann, gibt es 15 verschiedene Linien. Oh man, wenn Beijing noch größer wird, dann gehen denen bald die Farben aus ^^
Und die U-Bahn ist noch nicht mal ganz ausgebaut. Zur Universität, wo die anderen wohnen und studieren, fährt die U-Bahn noch gar nicht. Die Station ist noch im Bau.


Nur damit ihr euch mal den Größenvergleich vorstellen kann. Aber wer kann sich schon eine 20,67 Mio. Stadt vorstellen. Ja ok, wenn man nur den Stadtkern nimmt, sind es nur 11 Mio. Einwohner. Und da ist dabei ist das Stadtzentrum ja nicht mal wirklich bebaut. Dort steht ja wie ihr bestimmt noch wisst, die Verbotene Stadt und der Kohlehügel mit Parkanlage.

Am nächsten morgen, mussten Philipp und ich wiedermal als erstes das Hotel verlassen, denn unser Flug rufte. Wiedermal hatte Hongkong Airlines Verspätung beim Boarding und wiedermal waren wir den ganzen Tag unterwegs, bis wir endlich am Ziel waren.

Fazit der Chinareise:
Es war eine beindruckende Erfahrung die Bauten der Chinesen zu sehen, vorallem die Chinesiche Mauer und die Verbotene Stadt waren die Reise nach Beijing wert. Allerdings sind die Menschen dort sehr unfreundlich, vorallem wenn man vorher in Taiwan war ^^ Und wir würden sie wohl als "nicht gut erzogen" beschreiben. Aber nochmal muss ich nicht nach Beijing.

"Einmal ein Muss, mehrmals wär Stuss. In der Pörse ist das nicht anders" :-P